Der Mensch als Fass – Belastungen durch Krankheitserreger

12/05/2023 |
Fass Nachbau

Belastungen durch Krankheitserreger und ihre Wirkung auf das Immunsystem

Was sind Belastungen durch Krankheitserreger?

„Krankheitserreger“ ist der Sammelbegriff für krankmachende Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten und deren Unterarten.

 

Bakterien

Bakterien sind einzellige Lebewesen, die keinen Zellkern besitzen. Sie sind 0,2- 5,0 µm groß und vermehren sich ungeschlechtlich durch Teilung. Von der äußeren Form her unterscheiden sie sich in die Kugelbakterien (Kokken) und die Stäbchen-Bakterien.

Es gibt noch zahlreiche weitere Unterscheidungsmerkmale, wie zum Beispiel:

– Sporen bilden oder nicht

– empfindlich gegen Sauerstoff oder nicht (anaerob oder aerob),

– sie im lebenden Zustand Toxine ausscheiden (Exotoxine) oder erst bei deren Zerfall Toxine ausscheiden (Endotoxine).

 

Bakterien sprechen auf Antibiotika an, die entweder das Wachstum hemmen oder sie abtöten. Eine langandauernde spezifische Immunität gibt es nach einer Infektion nicht, bestenfalls eine Teilimmunität gegen ein bestimmtes Toxin.

 

Einige wichtige Bakteriengruppen sind:

  • Staphylokokken (Lokalinfektionen wie Furunkel)
  • Streptokokken (Lokalinfektionen wie Wundinfektionen, Mandelentzündungen)
  • Meningokokken (Gehirnhautentzündungen)
  • Enterobakterien wie Shigellen, Escherischia coli, Yersinien, Salmonellen (infektiöse Durchfallerkrankungen)
  • Legionellen (Lungenentzündung)
  • Haemophilus (Gehirnhautentzündungen, Keuchhusten,
  • Kehlkopfentzündungen, Mittelohrentzündungen, Scheiden- und Harnröhrenentzündungen)
  • Korynebakterien (Diphterie, Pubertätsakne)
  • Sporenbildner (Lebensmittelvergiftungen, Milzbrand, Gasbrand, Tetanus)
  • Mykobakterien (Tuberkulose)
  • Spirochäten (Syphilis, Lyme-Borreliose)
  • Mykoplasmen (Entzündungen der oberen Luftwege, Lunge, Harnröhre, Prostata, Eileiter)
  • Chlamydien (Ornithosen=durch Vögel verursachte Entzündungen, Trachom=Augenentzündungen)
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Viren

Viren haben keine Zellstruktur und keinen eigenen Stoffwechsel. Ohne sogenannte Wirtszellen sind Viren nicht in der Lage sich zu vermehren. Sie sind viel einfacher aufgebaut als Bakterien und bestehen hauptsächlich aus Eiweiß und Nukleinsäuren, die das Erbgut der Viren enthalten. Die größten Viren sind nur maximal 0,3 µm groß. Virale Erkrankungen sind meist häufiger als bakterielle. Die meisten Erkältungskrankheiten und Kinderkrankheiten sind viral bedingt. Spezifische Medikamente, wie Antibiotika bei bakteriellen Infektionen, gibt es bei Viren nicht. Virostatika können nur bei bestimmten Virenarten spezifische Enzyme hemmen. Beispiele hierfür wären die Substanzen „Aciclovir“ und „Amantadin“, die alle rezeptpflichtig sind.

Einige wichtige Virengruppen sind:

  • Herpes-Viren wie Herpes simplex, Herpes (Varizella-) zoster, Zytomegalie,
  • Epstein-Barr (Lippen- und Genitalherpes, Windpocken)
  • Toga-Viren wie Gelbfieber, Röteln, FSME (Gelbfieber, Röteln,
  • Frühsommer-Gehirn- und Gehirnhautentzündungen)
  • HIV-Viren (HIV-Infektion, Aids)
  • Hepatitis-Viren (Leberentzündungen)
  • Rota-Viren (Magen-Darmentzündungen)
  • Rabies-Viren (Tollwut)
  • Influenza-Viren (Virusgrippe)
  • Corona-Viren (Corona-Infektionen mit Schwerpunkt der Lunge)
  • Rhino-Viren (Schnupfen)
  • RS-Viren (Lungenentzündungen)
  • Morbilli-Viren (Masern)
  • Mumps-Viren (Mumps)

 

Pilze

Pilze sind wenig differenzierte Lebewesen mit einem Zellkern und Zellwänden. Sie sind wesentlich größer als Bakterien und Viren und sind, je nach Lokalisation sichtbar (zum Beispiel Haut, Nägel). Zwei Wirkstoffgruppen zur Eindämmung von Pilzen (Nystatin und Clotrimazol) sind rezeptfrei erhältlich. Alle anderen, u.a. Amphotericin B und Griseofulvin, sind rezeptpflichtig.

Pilze werden grob in drei Gruppen eingeteilt:

  • Dermatophythen (Fadenpilze) befallen die Haut und ihre Anhangsgebilde wie Nägel
  • Hefen (Sproßpilze) befallen die Haut und die Schleimhäute, in fortgeschrittenem Stadium auch innere Organe. Der wichtigste Vertreter ist der Candida albicans
  • Schimmelpilze befallen vor allem die inneren Organe, insbesondere die Lunge

Lokale oder allgemeine Abwehrschwächen sowie lokale Schädigungen (zerstörte bakterielle Darmflora nach Antibiotikatherapie) sind der Wegbereiter für Pilzerkrankungen. Viele Pilze werden über die Nahrung aufgenommen und durchlaufen den Verdauungstrakt. Am Schluss sie wieder ausgeschieden. Nur bei gestörter Schleimhautflora haben sie die Möglichkeit sich einzunisten und zu vermehren.

Parasiten

Parasiten (=Schmarotzer) sind hoch spezialisierte, eigenständige Lebewesen. Sie leben aber von Wirten und benutzen teilweise Zwischenwirte, um zum endgültigen Wirt zu kommen. Manche Parasiten übertragen auch andere Krankheitserreger wie Bakterien und Viren.

 Man kann die Parasiten in drei Gruppen einteilen:

1. Einzeller (Protozoen): ihre Größe liegt noch im µm – Bereich.

  • Trichomonas vaginalis verursachen Entzündungen im inneren Genitalbereich
  • Giardia lamblia verursachen Durchfallerkrankungen
  • Toxoplasma gondii verursacht die Toxoplasmose bei der Katze und beim Menschen führt es bei einer Infektion zu grippeartigen Symptomen.

Vorsicht ist in der Schwangerschaft geboten. Die meisten anderen Protozoen führen zu den klassischen Tropenerkrankungen.

 

2. Würmer (Helminthen): Sie sind vielzellige, strukturierte Lebewesen. Sie vermehren sich größtenteils durch sexuelle Fortpflanzung. Einige Wurmarten sind getrenntgeschlechtlich, andere zwittrig. Bei den Würmern unterscheidet man

  • die Bandwürmer zum Beispiel der Schweine- und Rinderbandwurm
  • die Saugwürmer zum Beispiel der Pärchenegel
  • die Fadenwürmer zum Beispiel der Maden- und Spulwurm.

Alle verursachen oft Magen-Darmbeschwerden unterschiedlicher Form. Schulmedizinisch werden Wurmmittel (Anthelminthika) verordnet, die aber alle rezeptpflichtig sind.

 

3. Gliederfüßer (Arthropoden): Sie befinden sich auf der Körperoberfläche. Es handelt sich hierbei um Milben, Zecken, Läuse, Flöhe, Wanzen und Mücken. Die Gefahr ist, dass diese Gliederfüßer auch als Überträger anderer Krankheiten dienen, in dem sie unter anderem Bakterien oder Viren auf den Menschen übertragen. Zum Thema Hausstaubmilben gibt es im Rahmen der Allergien ein eigenes Kapitel.

 

 

Was hilft bei Belastungen durch Krankheitserreger?

Bei all diesen Erregern spielt das Immunsystem eine große Rolle. Ein gesundes und leistungsstarkes Immunsystem kann alle diese Erreger „im Schach“ halten. Ebenfalls wichtig sind ein gesunder Darm und eine gut aufgestellte Darmflora. Dies gilt insbesondere bei den Pilz- und Parasitenbelastungen. In einer gesunden Darmflora fühlen sich Pilze und Parasiten nicht wohl. Sowohl das komplette Immunsystem als auch die gesamte Darmflora können Sie mit einem Lebensmittel „füttern“ und es gesund erhalten: Cellagon.

 

 

 

Quellen:

Naturheilpraxis heute (Elvira Bierbach)
www.onmeda.de
www.infektionsschutz.de (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

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